Nov

21

2012

Wie funktioniert die Abnahme von Bauleistungen?

Abgelegt in Bauen

Der Bau eines eigenen Hauses ist ein großes Ziel im Leben und sollte auch dementsprechend versichert sein. Zu den wichtigsten Versicherungen gehört dabei die Bauleistungsversicherung, die im Rahmen der Gebäudeversicherung abgeschlossen wird. Sie schützt den Bauherren vor Verlusten, die durch nicht vorhersehbare Umstände eintreten, wie etwa Vandalismus, Unfall oder Unwetter. Diese Versicherung läuft in der Regel bis zur Fertigstellung des Hauses, im Höchstfall aber 24 Monate. Sie ist eine wichtige Deckung für den Bauherren und sollte in jedem Falle abgeschlossen werden. In der Praxis wird sie aber nach zwei verschiedenen Standards gehandhabt.

Die Versicherung nach dem BGB
In seiner ursprünglichen Form wird die Bauleistungsversicherung durch Auftraggeber abgeschlossen und arbeitet nach dem Werksvertragsrecht, wie es im §644 des BGB geregelt ist. Dabei trägt der Bauunternehmer, der im Auftrag des Bauherren handelt, die volle Verantwortung. Sollte er aber im Laufe der Tätigkeit Konkurs anmelden müssen, so kann er dieser Pflicht nicht nachkommen. Der Bauherr bleibt dann auf eventuellen Schäden selbst sitzen und muss einen neuen Bauunternehmer beauftragen, mit dem eine neue Versicherung abgeschlossen werden muss. Auch haftet die Bauleistungsversicherung nach dem BGB nicht für Schäden, die durch Materialien des Bauherren selbst entstanden sind.
Um diese Nachteile auszugleichen, wurde eine gesonderte Gesetzgebung eingeführt, die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB).

Der Sinn der Bauleistungsversicherung im Hochbau
Gerade im Hochbau ist die Versicherung besonders wichtig, denn überirdisch ergeben sich generell mehr Gefahren als im Tiefbau. Die häufigsten Gefahren sind Einbrecher, Vandalismus, Diebstahl und Schäden durch Wind und Regen. Allgemein hat die Versicherung beim Bauen stets den gleichen Wert, d.h. sie kann überall eingesetzt werden, im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, in Wohn- und Geschäftsräumen.

Beim Hochbau über einer gewissen Anzahl an Etagen, etwa bei Geschäftsgebäuden, ist es ratsam, immer auf den zusätzlichen Schutz der Arbeiter zu achten. Er ist zwar meist mit enthalten, sollte aber hier besonders geprüft werden. Auch der Schutz Unbeteiligter durch herabfallendes Baugut muss in jedem Falle versichert sein. Zur Not durch eine Erweiterung der bestehenden Versicherung.

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